Die Logistik in Europa und anderen Teilen der Welt ist ins Stocken geraten. Dies hat zur Folge, dass es in vielen Bereichen der Lieferkette zu Preissteigerungen kommt, die Sie bei der Kalkulation berücksichtigen müssen. Welche Probleme die Logistik-Krise verursacht hat, was es jetzt zu beachten gilt und wie Sie Engpässe und unkontrollierte Kosten vermeiden können, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Verzögerungen bei der Logistik: Europa muss wegen Corona wirtschaftlich zurückstecken

Der plötzliche, wirtschaftliche Stillstand durch die weltweite Verbreitung des Coronavirus hat zu einer ausgewachsenen Logistik-Krise geführt. Im Frühjahr 2020 sank die Nachfrage nach Rohstoffen und Komponenten – der Warenverkehr reduzierte sich merklich. Als sich die Lage entspannte, konnten Produzenten, aber auch die logistische Infrastruktur die enorme Nachfrage kaum noch bedienen, da aus Kostengründen Personal oder Anlagen abgebaut werden mussten.

Es fehlte an Containern, die während des Lockdowns in westlichen Ländern verblieben. In den Häfen stauten sich indes die Produkte, während die Containerschiffauslastung nach der schrittweisen, weltweiten Öffnung regelrecht explodierte. Die sechstägige Containerschiff-Havarie im Suezkanal sorgte 2021 zudem für eine weitere massive Störung. Daher gerieten auch andere Transportwege wie Luftfracht, Schienengüterverkehr und Road Freight schnell an ihr Limit. Zeitweise kommt es nach wie vor zu coronabedingten Schließungen von Umschlagplätzen, was zu zusätzlicher Unsicherheit in der Logistik führt.

Mittlerweile ist all dies nicht mehr nur eine Sorge von B2B-Partnern – die Problematik ist inzwischen auch beim Endkunden angekommen: Lieferschwierigkeiten gibt es zum Beispiel bei Unterhaltungselektronik oder Rohstoffen für den Hausbau. Es trifft Produkte, die viele für selbstverständlich und stets verfügbar erachten, wie zum Beispiel ein neues Fahrrad, Smartphone oder den neuen Parkettboden. Die Autobranche ist ebenfalls schwer getroffen und muss längere Lieferzeiten und Preiserhöhungen kommunizieren.

LKW-Fahrer-Mangel führt zur Verschärfung der Situation

Bereits seit mehreren Jahren zeichnet sich zudem ein weiterer unschöner Trend ab: Immer weniger Menschen sind bereit, als Trucker für Speditionen zu arbeiten. Der LKW-Fahrer-Mangel hat sich mittlerweile zu einem handfesten Problem für die Branche entwickelt und somit die ohnehin angespannte Situation in der Logistik-Krise verschärft. In Großbritannien sorgte dies – als Folge des Brexit – bereits für leere Supermarktregale und geschlossene Tankstellen. 

Auch wenn Waren des täglichen Bedarfs in Deutschland nach wie vor ihren Weg in die Läden finden, so fehlen Schätzungen des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) zufolge dennoch rund 80.000 Fahrer, um den derzeitigen Bedarf zu decken. Eine Besserung ist momentan nicht in Sicht: Während 30.000 Fahrer jährlich in den Ruhestand gehen, rücken gleichzeitig nur etwa halb so viel ausgebildete Kräfte nach. Immer mehr Unternehmen vergeben ihre Aufträge daher inzwischen gezwungenermaßen an Firmen aus dem Ausland.

Gründe für den Speditionsengpass

Ein wichtiger Faktor, warum der Job des Truckers heute so unattraktiv erscheint: die vergleichsweise geringe Bezahlung von durchschnittlich 2.600, – EUR brutto. Mit ähnlicher Berufserfahrung und Ausbildung lassen sich im Schnitt monatlich 800, – EUR mehr verdienen. Hinzu kommt, dass der Beruf des LKW-Fahrers kein gutes Image genießt und als anstrengend, körperlich und seelisch belastend sowie familienunfreundlich empfunden wird.

Nicht jeder kann sich vorstellen, den ganzen Tag auf der Autobahn zu verbringen, längere Zeit von der Familie getrennt zu sein und häufig unter Zeitdruck zu fahren. Lange Transitzeiten an überlasteten Häfen haben weitere Unsicherheiten in die Planung von Speditionen gebracht. All dies zeigt: Wenn sich die Arbeitsbedingungen für Fahrer ändern würden, könnte sich die Lage künftig wieder entspannen. Deshalb steigen derzeit auch hier die Löhne an.

Preisentwicklung: Logistik rechnet noch nicht mit baldiger Entspannung

Der Rückstand, der durch die Corona-Krise entstanden ist, konnte bisher nicht aufgeholt werden. Denn die Pandemie ist noch nicht vorbei und es kann jederzeit zu unerwarteten Stopps an Häfen und Produktionsstätten kommen, die Lieferverzögerungen zur Folge haben.

Im Supply Chain Management müssen Unternehmen zudem derzeit die politische Lage im Blick behalten. Dies könnte für weitere Herausforderungen in der Logistik sorgen – unter anderem, weil die gestiegenen Gaspreise und mögliche Lieferengpässe sich derzeit auf die Produktion verschiedener Produkte auswirken können.

Logistik-Kosten senken: Dank cleverer Fulfillment-Lösungen sparen

Trotz der noch immer kritischen Situation gibt es Möglichkeiten, wie sich Preissteigerungen in der Logistik ein wenig auffangen lassen. Statt sich selbst um Fulfillment-Aufgaben zu kümmern, kann es sinnvoller sein, diese Arbeit in die Hände von erfahrenen Experten zu legen.

Apiando ist optimal vernetzt und pflegt langjährige Partnerschaften innerhalb der Branche. Eine Sorge weniger für Unternehmen, die im B2B- und B2C-Business auf pünktliche Lieferungen und zuverlässige Versand- und Retourelösungen angewiesen sind. Durch die Zusammenarbeit mit einem fachkundigen Dienstleistungsunternehmen wie Apiando genießen Sie zudem einige weitere Vorteile: Sie können Ihre Fulfillment-Ausgaben besser planen, da Sie wissen, welche Kosten auf Sie zukommen. 

Darüber hinaus sparen Sie sich Lohn-, Lager- und Energiekosten, wenn Sie kein eigenes Logistikzentrum oder Versandlager betreiben müssen. Und auch die Suche nach qualifiziertem Warehousing-Personal auf dem angespannten Arbeitsmarkt fällt weg, sodass Sie sich anderen Business-Angelegenheiten widmen können.

Fazit

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